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Das ausgebrannte Haus am nächsten Morgen. Foto: FF Helgoland 

Helgoland: Mann stirbt bei Dachstuhlbrand

Helgoland – Bei einem Großfeuer auf der Nordseeinsel Helgoland ist am späten Freitag abend ein Mann ums Leben gekommen. Der Dachstuhl seines Hauses brannte aus. Drei weitere Bewohner sowie einige Haustiere wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland gerettet. Sie verhinderte mit 35 Kräften, begünstigt durch kaum wehenden Wind, ein Übergreifen der Flammen auf ein Nachbargebäude. Bei dem Brandobjekt handelte es sich um ein größeres Einfamilienhaus, das in drei Wohnungen aufgeteilt war.

Als der Helgoländer Wehrführer Heiko Ederleh nur zwei Minuten nach der Alarmierung durch die Integrierte Regionalleitstelle Elmshorn um 22.55 Uhr zu Fuß am Einsatzort eintraf, stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. „Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch aus dem Dach heraus", sagte er. Drei der vier Bewohner aus dem Erd- und Obergeschoß hatten das Haus zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Der Mieter der Wohnung im Dachgeschoß wurde noch vermißt. Der kurz darauf ins Gebäude vordringende erste Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz fand den leblosen Körper des Mannes vor seiner Wohnung. Die Bergung des Leichnams war aber erst nach Abschluß der Löscharbeiten eine Stunde später möglich. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.Im Gebäude herrschte eine große Hitze. „Die Helmvisiere des ersten Trupps sind geschmolzen", sagte Heiko Ederleh. Insgesamt waren 16 Atemschutzgeräteträger bei den Löscharbeiten eingebunden. Manche Kameraden mußten mehrfach in den Einsatz unter der Maske. Sie holten zwei Wellensittiche und zwei Kaninchen lebend aus dem Haus.

Neben dem Strahlrohr im Innenangriff nahm die Helgoländer Wehr vier weitere Rohre im Außenangriff vor und baute so eine Riegelstellung auf. Im Oberland ist die Bebauung teilweise sehr eng. Das Brandobjekt lag zu einer Seite an einer Gasse, zur anderen Seite direkt an einem weiteren Haus. „Ohne Wind bestand keine große Gefahr, daß das Feuer übergreift", sagte Ederleh. Die Flammen konnten dann relativ zügig niedergeschlagen werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich aber über vier Stunden hin. Das Tanklöschfahrzeug verblieb samt Besatzung bis etwa 4 Uhr als Brandwache an der Einsatzstelle.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kripo übernommen. Angaben dazu können nicht gemacht werden. Die Schadenshöhe liegt im sechsstelligen Euro-Bereich. Auch dazu kann die Feuerwehr keine konkreteren Aussagen machen.

 Zeiten:

22.55 Uhr: Alarm FF Helgoland

3.06 Uhr: Einsatzende; Brandwache verbleibt an der Einsatzstelle

ca. 4.00 Uhr: Brandwache rückt ein

Kräfte/Mittel:

FF Helgoland: 35 Kräfte, 5 Fahrzeuge

Einsatzleiter: Heiko Ederleh, Wehrführer FF Helgoland