Katastrophenschutzübung "RainEx 25" mit über 300 Einsatzkräften im Kreisgebiet
Über 300 Einsatzkräfte aus allen Katastrophenschutzeinheiten des Kreises Pinneberg haben am Samstag, den 20.09. eine große Übung durchgeführt. Der Fachdienst Katastrophenschutz und viele weitere beteiligte Akteure wie etwa der Abwasserzweckverband oder die Stadtwerke Elmshorn hatten bereits vor Monaten mit der Planung begonnen. Das angenommene Szenario der „RainEx 25“ genannten Übung: Ein Starkregenereignis mit orkanartigen Böen und flächendeckendem Stromausfall.
Am Samstagmorgen um kurz vor 7.00 Uhr trafen sich die ersten Einheiten an ihren jeweiligen Standorten. Von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Tornesch starteten nach einer Übungseinweisung unter Anderem der ABC-Dienst / Löschzug Gefahrgut, die Hochleistungspumpe der Feuerwehrbereitschaft und das neu in Dienst gestellte Löschfahrzeug 20 Katastrophenschutz (LF20 KatS) der 12. Brandschutzbereitschaft Schleswig-Holstein in Richtung Bereitstellungsraum.
Dieser lag auf einem Firmengelände im Fuchsberger Damm in Elmshorn und wurde vom THW Elmshorn mit Unterstützung weiterer THW-Ortsverbände betrieben. Die Technische Einsatzleitung (TEL) hatte währenddessen Stellung auf dem Gelände der Elsa-Brändström-Schule (EBS) bezogen und verteilte von hier aus ihre Einsatzaufträge an die teilnehmenden Einheiten.
Eine der ersten Meldungen lautete „PKW im Wasser, Krückaubrücke am Mühlendamm in Elmshorn - mehrere Personen in Gefahr.“ Tatsächlich war hier ein PKW von der Übungsleitung am Vorabend ins Wasser gebracht worden, um die Rettung der Personen so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Dieser Einsatzauftrag ging an die DLRG, die ebenfalls mit mehreren Ortsverbänden beteiligt war.
Eine weitere Meldung lautete „Mehrere Behältnisse mit Gefahrgutkennzeichnung im Uferbereich der Krückau in Barmstedt angespült“. Diesen Einsatz übernahm der LZ-G. Hier kam die gesamte Einheit zum Einsatz, um die verschiedenen Gefahrstoffe zu erkunden und eine weitere Kontamination der Umwelt zu verhindern. Dazu wurde unter anderem der Inhalt eines 1000 Liter fassenden Behälters mit einer speziellen Pumpe in ein sicheres Behältnis umgepumpt. Noch während dieser Maßnahmen lief eine weitere Einsatzstelle im Nahbereich auf. Hier wurden sogar radioaktive Materialien vermutet. Daher musste sich der LZ-G aufteilen, um beide Einsatzstellen fachgerecht abzuarbeiten.
Das DRK richtete eine Betreuungsstelle für Betroffene in der Turnhalle der EBS ein. Hier erhielten die Einsatzkräfte nach der Übung auch eine Mahlzeit. Zuvor hatte das DRK bereits am frühen Morgen ein Frühstück für alle Einheiten im Bereitstellungsraum zubereitet.
Bis zum frühen Nachmittag wurden viele weitere Szenarien in und um Barmstedt und Elmshorn aber auch in Holm geübt. Zum Abschluss gab es eine Besprechung des Übungsstabs auf dem Gelände der EBS. An dieser nahmen zahlreiche Vertreter der lokalen Politik teil, unter Anderem Pinnebergs Landrätin Elfi Heesch und Elmshorns Oberbürgermeister Volker Hatje.
Die vollständige Übungsauswertung mit einer umfassenden Manöverkritik und daraus abgeleiteten Lerneffekten wird in den nächsten Wochen erfolgen.



