Eine Person bei Großfeuer in Pinneberg verstorben
- Pinneberg , Elmshorner Straße FEU3 R10Trauriges Ende eines Großfeuers in Pinneberg. Bei diesem ist am späten Montagabend ein neun Jahre altes Mädchen ums Leben gekommen. Ihre Familie konnte sich teils schwer verletzt in letzter Minute vor den Flammen in dem älteren Zweifamilienhaus an der Elmshorner Straße retten.
Als die ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg wenige Minuten nach dem Alarm um 22:57 Uhr an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen bereits offene Flammen aus den Fenstern des ersten Obergeschosses sowie aus dem Dachbereich. Ein Innenangriff unter schwerem Atemschutz im Wohnbereich der Familie musste aufgrund der massiven Brandausbreitung bereits zu Beginn abgebrochen werden.
Einsatzleiter Florian Judzinsky ließ sofort das Stichwort auf FEU 2 anpassen und im weiteren Verlauf die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn mit einer Drehleiter und die Freiwillige Feuerwehr Rellingen mit Atemschutzgeräteträgern nachalarmieren.
Gleichzeitig war ein Großaufgebot von Rettungsdienst und DRK vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber aus Rendsburg landete auf der Kreuzung Westring und Elmshorner Straße.
Über mehrere handgeführte Strahlrohre sowie über die Drehleitern aus Pinneberg und Elmshorn wurden die Flammen von außen bekämpft. Die Drehleiterbesatzung aus Elmshorn war direkt aus Uetersen nach Pinneberg geeilt, nachdem sie in Uetersen bereits bei der Bekämpfung eines Dachstuhlbrandes geholfen hatte.
Das Feuer fand in den hölzernen Decken und Wänden des Hauses reichlich Nahrung. Daher kann auch aktuell das Gebäude noch nicht zur weiteren Absuche betreten werden. Ein Fachberater des THW Elmshorn sowie die Bergungsgruppe des Technischen Hilfswerks aus Pinneberg sind angefordert, um die Feuerwehr bei der Suche nach dem von Anfang an vermissten Mädchen zu unterstützen.
Die 9-Jährige lebte zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einer Wohnung im ersten Obergeschoss und dem Dachgeschoss des Zweifamilienhauses. Während sich ihr Vater (42), ihre Mutter (40) und ihr Bruder (14) auch dank der Hilfe von Nachbarn noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen konnten, mussten die Helfer davon ausgegangen werden, dass sich das Kind noch in der Brandruine befindet.
Die Eltern und der Bruder der Vermissten wurden bei dem Brand zum Teil lebensgefährlich verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Eine 76 Jahre alte Bewohnerin einer Wohnung im Erdgeschoss konnte sich unverletzt ins Freie retten.
In der Spitze waren mehr als 120 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK, THW, Polizei und die Besatzung des Rettungshubschraubers im Einsatz. Die Brandwache übernahm die FF Kummerfeld.
Aufgrund der belastenden Einsatzsituation sind zudem Notfallseelsorger zur Betreuung der Angehörigen und der Einsatzkräfte alarmiert worden. Darüber hinaus war Kreiswehrführer Stefan Mohr an die Einsatzstelle gekommen.




