20.12.2009 22:50
Wedel: Schwieriger Dachstuhlbrand bei Eiseskälte
Von: Michael Bunk
Datum: Sonntag, 20. Dezember 2009,
Einsatzort: Wedel, Gnätenkuhlenweg
Einsatzart: Feuer groß
 Fotos: Gabriel/Wedel-Schulauer Tageblatt 
Wedel - Großfeuer am 4. Advent in Wedel. Am Gnätenkuhlenweg ist am Sonntagnachmittag das Dach eines eingeschossigen Bungalows zur Hälfe ausgebrannt. Die mit 50 Einsatzkräften angerückte Freiwillige Feuerwehr Wedel konnte den Brand in der Decke stoppen, bevor er die vordere Hälfte des etwa 200 Quadratmeter großen Hauses erfasste. Bei eisigen Witterungsverhältnissen waren die Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt die zweite große Herausforderung für die Brandschützer. "Jeder Tropfen Wasser war sofort Eis", sagte Einsatzleiter Michael Rein, Wehrführer der FF Wedel.
Das Feuer war vermutlich im Bereich des Kamins ausgebrochen. Die Bewohner hatten das Haus bis zum Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Das Wohnzimmer war verqualmt. "In der Zwischendecke quollen aus allen Ritzen und Ecken Qualm und Flammen", so Rein zum ersten Eindruck. Im ersten Schritt löschte ein Trupp unter schwerem Atemschutz die offenen Flammen und Wohnzimmer ab und öffnete zur Überdruckbelüftung die Fenster.
Wesentlich schwierige war es, alle Brandnester in der Zwischendecke zu löschen. Mit Kettensägen musste von oben das Dach geöffnet werden. Weil dies sehr rutschig war, war es eine gefährliche Aufgabe für die Männer unter Atemschutz. "Es war sehr glatt auf dem Dach", so Rein, der das Personal in diesem Bereich auf das absolut notwendige Minimum reduzierte. Vorteilhaft erwiesen sich die klaren Aussagen des Eigentümers über die Beschaffenheit des Bau, der aus zwei einst eigenständigen Häusern bestand. So konnte das Feuer gezielt an der Betondecke gestoppt werden. Außerdem barg die Feuerwehr wichtige Geschäftsakten und Computer. Im Bereich der Holzdecke des hinteren Gebäudeteils ließ sich aber ein hoher Sachschaden nicht verhindern. "Dass das Haus vorne bewohnt bleiben kann, ist für mich der größte Erfolg", sagte Michael Rein. Der Einsatz dauerte etwa drei Stunden. Personen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.
Im Anschluss an die Lösch- und Aufräumarbeiten brachte der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg neue Atemluftflaschen und Schläuche zur Feuerwache Wedel.
Zeiten 14.59Uhr: Alarm FF Wedel mit Vollalarm
Kräfte FF Wedel: 50 Kräfte, 10 Fahrzeuge 1 RTW Schlauchwagen des KFV Pinneberg
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